Ein Impuls zur gelebten Erinnerungskultur
von Sabine Möller, Sternspuren
Nun sind bereits sechs Jahre vergangen, seit ihr Mann am 09. Juli verstorben ist. Das Mutter-Tochter-Wochenende in Harlesiel ist zu einem wunderbaren Ritual für die beiden geworden. Vielleicht ist sie dieses Jahr so weit, an einer Erinnerungsfahrt zur Seebeisetzungsstelle teilzunehmen – vielleicht lassen es die Emotionen aber noch nicht zu; sie wird entscheiden, was ihr guttut.
Der Erinnerungskristall mit einem kleinen Teil der Asche Ihres Mannes ist noch immer ein wichtiger Bestandteil ihres täglichen Lebens: Sie erzählt ihm, was sie am Tag erlebt hat, was sie plant, verabschiedet sich, wenn sie ein paar Tage bei ihrer Tochter verbringt oder mit ihrer Freundin zum Einkaufen geht. Die Gewissheit den Kristall jederzeit berühren zu können, tröstet sie - dann spürt sie seine Nähe.
Das ist „gelebte Erinnerungskultur“. In einigen Bundesländern sind bereits einige Änderungen am Bestattungsgesetz vorgenommen worden – prima, denkt auch weiter drüber nach!
- sternspuren.de
