Urnendesign im Wandel

csm_movandekampweb_f325e8b1aeUrnendesign verändert sich. © mo van de kamp

Urnen aus Porzellan, Ahorn oder Nussbaum? Moderne Geschäftsmodelle greifen erfolgreich den Wunsch nach Individualität auch bei der Urnenbestattung auf.

 

Schon Schopenhauer wusste: Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in seiner eigenen Welt. So trägt jeder Mensch den Wunsch in sich, als Individuum wahrgenommen zu werden und nicht in der Masse unterzugehen. Wir bekunden beispielsweise unsere Lebenseinstellung für jeden sichtbar über die Wahl der Kleidung. Dabei reicht die Palette vom dezenten Understatement bis zum auffälligen, schrillen Stil. Und immer mehr Menschen möchten auch die letzte Reise möglichst individuell antreten.

 

Von der Urne zum Designobjekt

Im Zuge der stetig wachsenden Zahl an Feuerbestattungen ist auch das Angebot an außergewöhnlichen Urnen deutlich größer geworden. Wo noch vor wenigen Jahren nur eine kleine Auswahl sich ähnelnder Modelle zur Verfügung stand, reicht das Spektrum heute vom schlichten Klassiker bis hin zu bunten und künstlerischen Ausführungen in verschiedensten Formen und Farben. Besonders außergewöhnliche Modelle bietet Kathrin Hollmann auf ihrer Seite bestattertrends.de an. Sie verzeichnet eine deutlich steigende Nachfrage nach individuellen Urnen.

„Sehr gefragt sind bei mir derzeit die Kreativ-Urnen“, sagt die Geschäftsfrau. „Erst kürzlich hatte ich die Anfrage nach einer Urne für einen verstorbenen Feuerwehrmann. Die Hinterbliebenen wollten damit die Leidenschaft wertschätzen, mit der der Mann seinem Beruf nachgegangen war. Verziert mit dem Motiv eines Feuerwehrwagens in Flammen aus Stoff und umwickelt von einem Feuerwehrschlauch aus geflochtenem Band, hat die Urne meine Kunden begeistert“. Kathrin Hollmann kann viele solcher Wünsche erfüllen und bietet noch mehr. Auch ihre geschmackvollen ökologischen Urnen erfreuen sich in Zeiten des kontinuierlich wachsenden Umweltbewusstseins großer Beliebtheit. Für die Beisetzung im Ruheforst müssen biologisch abbaubare Urnen nicht gleichbedeutend sein mit eintönigen oder unpersönlichen Modellen. Die Modelle Biosphere und Solidsphere sind Urne und Aschekapsel zugleich und erinnern eher an schöne Designobjekte fürs Wohnzimmer. Aus Naturholz und in bunt lackiertem Stahlblech oder Kupfer bieten die edlen Skulpturen die Möglichkeit, designorientierten Menschen die passende letzte Reise zu gewähren.

 

Stilvoll Abschied nehmen

Auch Peggy Morenz von mo van de kamp spürt deutlich den Trend zur individuellen Urne. Ihr hochwertiges Sortiment bietet Produkte aus erstklassigen Materialien und echter Handwerkskunst, die ausnahmslos in Deutschland produziert werden. Hier finden Kunden handgefertigte, elegante Urnen aus Porzellan, Ahorn oder Nussbaum. Ergänzt werden die schönen Stücke durch ein abgestimmtes Sortiment aus passenden Trauerkerzen, Erinnerungsdosen und Karten für jeden Anlass rund um den Trauerfall. Eine Besonderheit sind auch die schönen Urnenanhänger aus Biskuitporzellan, die während der Trauerfeier von den Gästen an die Urne gehängt werden können. „Dieser letzte symbolische Akt erleichtert den Abschied von der verstorbenen Person“, erklärt Peggy Morenz. „Die Motivanhänger können vor der Trauerfeier von den Hinterbliebenen mit einem letzten Gruß beschriftet oder bemalt werden, bevor sie die Urne für die letzte Reise schmücken“.

Der Trend zur Kremation hält weiter an und bietet zukünftig wohl noch mehr Entwicklungspotential. Kathrin Hollmann ist sich sicher, dass auch die Nachfrage nach individuellen Urnen weiter steigt. „Das ist eine Entwicklung, über die ich mich nicht nur als Geschäftsfrau freue“, betont sie. „Zu Lebzeiten werden Hochzeitspaare, Jubilare oder Geburtstagskinder meist aufwändig gefeiert und beschenkt. Einem verstorbenen Menschen sollte diese besondere Wertschätzung erst recht zuteilwerden“.