Unternehmens­portrait: Hinterbliebene auf dem Trauerweg begleiten

csm_Aufbahrung_gross_1_DSC7131_-_Web_3d4558a544Unternehmens­portrait. © Ramsaier Bestattungen GmbH

Angehörige bei ihrer Trauerarbeit zu unterstützen gehört für Helmut Ramsaier zu den wichtigsten Aufgaben eines Bestatters. Aus diesem Grund werden im Bestattungshaus Ramsaier verstärkt „Gefühlsbestattungen“ zelebriert und möglichst wenig „Zweckbestattungen“.

 

In externen Vorträgen informiert der Stuttgarter gerne über seine Arbeit als Bestatter, über den Wandel in der Bestattungskultur und referiert über Kindertrauer und den Trittsteinen auf dem Trauerweg. Mit insgesamt sieben Mitarbeitern führt das Bestattungshaus Ramsaier rund 500 Bestattungen im Jahr durch. Knapp 430 Angehörige haben sich davon für eine Aufbahrung entschieden. „Wir ermutigen die Angehörigen, sich für eine Aufbahrung zu entscheiden. Denn das Ritual der Verabschiedung am offenen Sarg ist ein wichtiger Schritt in der Trauerarbeit“, erläutert Helmut Ramsaier. Der Bestatter beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema der Trauerbegleitung. Insbesondere die Lehren von Dr. Jorgos Canacakis und Dr. Ruthmarijke Smeding haben die Trauerarbeit des Stuttgarters geprägt. „Wir bestärken Hinterbliebene, ihre Gefühle zuzulassen und frei auszudrücken, um früher von einer lebenshemmenden in eine lebensfördernde Trauer zu gelangen.“

 

Bilder und Skulpturen prägen Bestattungsräume

Das Bestattungshaus Ramsaier legt großen Wert auf die Gestaltung der Geschäftsräume. Egal ob Feierhalle, Besprechungs-, Aufbahrungs- oder Ausstellungsraum alle Zimmer sind hell, luftig und stilvoll mit entsprechenden Bildern und Skulpturen  ausgestattet und nach den Regeln des Feng Shui eingerichtet. In den Besprechungsräumen werden die Trauernden beim ersten Beratungsgespräch von den Skulpturen „Was kommt auf mich zu“ und „Blickrichtung“ der Künstlerin Olga Vuhnoutova  begrüßt. Die Skulptur „NichtWahrhabenWollen“ des Künstlers V. Lokvenz steht in der Aussegnungshalle des Bestattungshauses. Eine weitere Skulptur des Künstlers mit dem Namen „Balance“ steht in der eigenen Feierhalle. Abschiedsrituale mit Rosen oder Kerzen sollen den Hinterbliebenen ein Stück der „Balance“ zurückgeben, die durch den Verlust verloren ging. Die Feierhalle kann individuell mit besonderer Dekoration, Beleuchtung und persönlicher Musik von den Hinterbliebenen mitgestaltet werden.

 

Angebote für Angehörige unterschiedlicher Religionen

Die sakral anmutende  Feierhalle ist im Sinne der christlichen Religion gestaltet. Sie kann aber so umdekoriert werden, dass auch Angehörige andere Religionen sich angemessen von ihren Verstorbenen verabschieden können. Zusätzlich gibt es einen Einbettungsraum mit der Möglichkeit, traditionelle Waschungen durchzuführen. „Wir bieten unseren Kunden ein vielfältiges Angebot, um ihnen eine individuelle und persönliche Verabschiedung vom Verstorbenen zu ermöglichen. Wichtig ist uns jedoch vor allem, gemeinsam mit den Hinterbliebenen einen Weg zu finden, um mit dem Verlust besser klar zu kommen“, berichtet Helmut Ramsaier.

 

Die öffentliche Meinung mitgestalten

Regelmäßig hält Helmut Ramsaier überregional Vorträge zu den Themen Wandel in der Bestattungskultur, Kindertrauer, Trittsteine auf dem Trauerweg, sowie Verabschiedung anderer Kulturen. Er ist Mitglied in der MC „Marketingkooperation“ und der Best-Practice Group, wo ein überregionaler Austausch stattfindet, um so das eigene Unternehmen zu stärken. Interessierte Besucher sind das ganze Jahr im Hause Ramsaier willkommen, um sich im Zuge von Vorträgen oder Schupperwochen über die Arbeit des Bestatters zu informieren. „Wir berichten immer wieder gerne über den Beruf des Bestatters und den Wandel in der Bestattungskultur. Denn das verstaubte Image des Bestatters muss endlich begraben werden. Nur wenn man bewusst in die Öffentlichkeit geht, kann man diese auch mitgestalten“, betont der Stuttgarter Bestatter. Überrascht und gefreut hat sich Helmut Ramsaier, als das Zweite Deutsche Fernsehen das Bestattungshaus als Drehort für die Kriminalserie „SOKO Stuttgart“ ausgewählt hat. „Im Zuge der Dreharbeiten wurde sogar die Straße vor unserem Haus abgesperrt. Es war spannend das Fernsehteam bei der Arbeit zu beobachten. Ich freue mich schon auf die fertige Episode, die Anfang März ausgestrahlt werden soll“, erzählt der Unternehmer.

 

Gegründet wurde das Bestattungshaus Ramsaier im Jahre 1895 von Schreinermeister Jakob Ramsaier in Stuttgart-Rohr. Heute führt sein Enkel Helmut Ramsaier das Unternehmen. Dessen Ehefrau Lydia und Sohn Mark arbeiten im Familienbetrieb mit. Im Jahre 1975 wurde das Bestattungshaus zu einer GmbH umfirmiert, 1999 erfolgte der Umzug nach Stuttgart-Vaihingen. Seit Juni 2007 gibt es zusätzlich eine Zweigstelle in Leinfelden-Echterdingen und vor drei Jahren eröffnete eine weitere Filiale in Stuttgart-Degerloch.