Trends in der Bestattungs­wäsche

csm_Goetz_1_bd44c60ac6Trends in der Bestattungs­wäsche. © Leonhard Goetz Nachf.

Die Neigung eines Marktes, sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln, wird allgemein als Trend bezeichnet. Beim Thema Bestattungswäsche gibt es verschiedene Trends. Zum einen den, der dem Zeitgeist unterliegt und sich weg von glänzenden Materialien und Schmuckelementen, hin zu schlichteren und dezenteren Stoffen entwickelt.

 

Das bestätigt auch Gabriele Löw, Inhaberin von Götz-Bestattungswäsche. „Die Kunden entscheiden sich heute eher für klare Formen ohne Rüschen oder Bordüren“, sagt die Fachfrau. Zum anderen gibt es aber auch den Trend, dass Kunden für die  Garnituren immer weniger Geld ausgeben. Aber was ist der Grund dafür? Sind die Kunden wirklich nicht bereit, hochwertige Wäsche zu kaufen, oder liegt es daran, dass das Angebot in den Bestattungsinstituten sich von vornherein auf die günstigen Produkte beschränkt?

 

Die Sache mit dem Angebot und der Nachfrage

Auch im Bestattungsgewerbe gelten die Regeln der freien Marktwirtschaft: Umsätze werden bestimmt von Angebot und Nachfrage. Es muss zunächst einmal dafür gesorgt werden, dass der Kunden zwischen verschiedenen Varianten an Bestattungswäsche wählen kann. Von günstig bis hochwertig sollte das Angebot reichen. Ein Bestatter, der sich aus Vorsicht ausschließlich mit niedrigpreisigen Artikeln bevorratet, wird nur erreichen, dass der Kunde sich zwischen dem einen oder dem anderen günstigen Produkt entscheidet. Erwiesen ist, dass die meisten Kunden sich für das mittlere Preissegment entscheiden, wenn alle Varianten zur Verfügung stehen. Und auch die hochpreisigen Artikel werden öfter verkauft, wenn sie im Portfolio des Anbieters existieren und ansprechend präsentiert werden.

 

Natürlich mit dem Siegel des VDZB

Wer auf Bestattungswäsche aus Baumwolle wert legt, der muss jetzt tiefer in die Tasche greifen, weiß Thomas Nunnenkamp, Inhaber von Bestattungswäsche Nunnenkamp. „Die Preise für Baumwolle sind stark angestiegen“, sagt er, „denn die Hochwasserkatastrophe in Pakistan hat zur Folge, dass mit ihr der viertgrößte Baumwollexporteur der Welt praktisch nichts mehr liefern kann.“ Diese Entwicklung muss aber nicht zwingend bewirken, dass keine Baumwollgarnituren mehr gekauft werden. Wer qualitätsbewusst ist oder umweltbewusst denkt achtet darauf, dass die Bestattungswäsche biologisch abbaubar ist und kauft nicht aus Sparsamkeit ein Synthetikprodukt. Das Gütesiegel des VDZB „Umweltverträglich bis zur Faser“ bietet eine gute Orientierungshilfe. Es garantiert dem Kunden, dass das Material aus Naturfasern besteht und einen maximalen Anteil von 30% Synthetik enthält.

Fazit: Das Angebot ist groß. Die Hersteller der Bestattungswäsche können dem Kunden fast alle Wünsche erfüllen, was Farben und Materialien angeht. Wie Thomas Nunnenkamp wünschen sich auch andere Hersteller, dass dem Kunden im Geschäft die Vielfalt des Angebots präsentiert wird. Denn das hilft den Umsätzen aller Beteiligten.