Schön schnell

Jörg Rosenbaum beliefert mit seinem fünfköpfigen Team die Pietätsbranche mit individuell gestalteten Grabkreuzbeschriftungen, Abschiedsdekorationen und Erinnerungsleinwänden. Digitale Prozesse sorgen für Qualität und Liefergeschwindigkeit.Jörg Rosenbaum beliefert mit seinem fünfköpfigen Team die Pietätsbranche mit individuell gestalteten Grabkreuzbeschriftungen, Abschiedsdekorationen und Erinnerungsleinwänden. Digitale Prozesse sorgen für Qualität und Liefergeschwindigkeit.

Wie wichtig ist die Digitalisierung für Sie?

Essenziell! Ich habe vor zehn Jahren mit den Grabkreuzbeschriftungen angefangen und rechtzeitig vor dem Start eine Homepage mit Bestellfunktion gestaltet. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Online-Bestellung nur fünf bis acht Prozent ausmachte und Fax-Bestellungen an der Tagesordnung waren. Andere Branchen waren da schon wesentlich weiter. Ich komme jedoch aus dem Online-Bereich und befasse mich schon seit ihren Anfängen mit der Digitalisierung. Für mich ist das vertrautes Terrain, was für viele Bestatter noch Neuland ist.

 

Welchen Einfluss hat sie auf interne Prozesse?

Heute gehen Bestellungen noch immer über verschiedene Kanäle ein, von denen die Online-Variante die sparsamste für beide Seiten darstellt. Ich arbeite viel mit einem pdf-Formular, das am Bildschirm ausfüllbar und zwischenspeicherbar ist. Es kann einfach in Outlook eingefügt und mit Lesebestätigung versendet werden. Das ist für viele Kunden, die vorher mit dem Fax gearbeitet haben, besonders wichtig. Seit kurzem arbeiten wir aus Umwelt- und Kostengründen komplett papierlos. Selbst Faxe gehen als pdf bei uns ein und wir arbeiten mit einer Auftragsabwicklungssoftware mit interner Ticketvergabe.

 

Bei der Bestellung von Leinwänden kommt aber kein Bestatter mehr um die Digitalisierung herum, oder?

Das stimmt, ist aber kein Problem, da Bilder einfach per Drag und Drop auf unsere Homepage gezogen werden können. Denn ab 3MB wird die Übertragung mit einem normalen Postfach nämlich schon schwierig.

Der Druck läuft selbstverständlich auch komplett digital. Wir arbeiten in einem internen Netzwerk, sodass jede Maschine von jedem Arbeitsplatz aus angesteuert werden kann. Bei Memocanvas sind zwei Mitarbeiter für die Bildbearbeitung verantwortlich. Denn Bilder von Verstorbenen sind oft Urlaubs- oder Alltagsbilder, die Hinterbliebene zum Teil in niedriger Auflösung von ihrem Smartphone an den Bestatter schicken oder sogar das Bild vom Personalausweis abfotografieren. Also bearbeiten und retuschieren wir viele Fotos mit entsprechenden Programmen so, dass sie den Qualitätsansprüchen der Kunden entsprechen. Damit der Bestatter die Leinwand bei Auftragseingang bis 11 Uhr spätestens 24 Stunden nach seiner Bestellung in den Händen halten kann, laufen diese Prozesse – dank Digitalisierung – sehr schnell ab: Der Bestatter schickt uns die Rohdaten, die wir zu druckfähigen Daten verarbeiten. Diese lassen wir bei Bedarf final vom Bestatter freigeben. Das ist sogar per Smartphone mit einer LTE-Verbindung von unterwegs möglich. Unser Geschäftsmodell, das ja auf einer hohen Reaktionsgeschwindigkeit beruht, wäre ohne diese digitalen Prozesse gar nicht möglich. Stellen Sie sich vor, jeder Bestatter würde ein Foto per Post schicken, das wir dann erst einscannen und retuschieren müssten…

 

Links:
memocanvas.de
beschriftung-nach-mass.de