Große Unterschiede bei Bestattungskosten

csm_bild_grab_02_f3e7fb23a6Große Unterschiede bei Bestattungskosten. © Aeternitas e.V.

Während in Deutschland mancherorts die Gesamtkosten für eine Erdbestattung inklusive Wahlgrab, Bestatter und Trauerfeier knapp 4.000 Euro betragen, wird anderswo schnell das Doppelte fällig. Inklusive Grabmal können die Hinterbliebenen dann mit 12.000 Euro und mehr rechnen.

 

Viel weniger zahlt man bei einer anonymen Urnenbestattung, oftmals sind bereits mit weniger als 2.000 Euro alle Kosten abgedeckt. Besonders groß sind die Kostenunterschiede bei der Grabwahl. Hier spielen Grabart, Grabgröße und die jeweiligen örtlichen Friedhofsgebühren eine Rolle. „Gebührenunterschiede von mehreren hundert Prozent sind keine Ausnahme“, erläutert Hermann Weber, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas. Der Verein hält im Internet eine Friedhofsgebührendatenbank mit annähernd 1.000 deutschen Städten bereit. 4.247 Euro kostet zum Beispiel ein Erdwahlgrab in Aachen, in Dresden sind es 845 Euro. Für ein Urnenwahlgrab bezahlt man in Mannheim 3.249 Euro, dagegen in Nürnberg nur 628 Euro. In diesen Kosten enthalten sind die Gebühren für die Grabnutzung und die Gebühren für die Beisetzung, die Trauerhalle und die Genehmigung eines Grabmals. Die weiteren Kosten für den Bestatter hängen vom Umfang der Dienstleistungen und der Qualität der Waren ab. Üblich sind Bestatterkosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro; weniger als 1.000 Euro sind möglich, wenn der Kunde sich auf das Nötigste beschränkt. Inklusive sind meist die Kosten für Todesanzeige, Trauerkaffee oder Dokumente. Einfache Namensplatten erhalten Hinterbliebene beim Steinmetz schon bereits für wenige hundert Euro. Aufwändige Grabmale kosten jedoch 4.000 Euro und mehr. Berücksichtigen sollten Hinterbliebene auch die Kosten für Blumenschmuck bei der Trauerfeier und am Grab und für die spätere Grabbepflanzung.