Gericht fordert mehr Preis­transparenz von Billigbestatter

csm_Paragraph_Gerd-Altmann--geralt-_pixelio.de_01_3314473562Gericht fordert mehr Preis­transparenz von Billigbestatter. © Gerd Altmann/pixelio.de

Ein Berliner Billigbestatter darf in Zukunft nicht mehr uneingeschränkt mit einem Angebot von 499 Euro werben. Darauf einigten sich in der letzten Woche zwei Berliner Bestattungsbetriebe vor dem dortigen Landgericht in einem Vergleich.

 

Laut verschiedener Medienberichte teilte der Richter die Ansicht des Klägers, dass das Angebot von 499 Euro missverständlich sei. Ein Großteil der Kunden glaube, die verschiedenen vom Bestatter angebotenen Bestattungsformen seien zu diesem Preis zu haben. Zusatzkosten, zum Beispiel für die Beisetzung, seien jedoch nicht enthalten.

 

Transparente Preise

Der beklagte Betrieb wurde aufgefordert, in seiner Werbung transparente Preise mit den anfallenden Zusatzkosten auszuweisen. Geklagt hatte der Betrieb Otto Berg gegen den Billiganbieter Aarau Bestattungen.

 

Endpreis entscheidend

Aeternitas e.V., die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, rät Verbrauchern daher, beim Bestatter immer den kompletten Endpreis zu erfragen. Denn vermeintlich günstige Angebote von so genannten Billigbestattern können sich als Lockangebote entpuppen. Der Vorsitzende von Aeternitas, Hermann Weber: „Es muss Klarheit herrschen, ob die Kosten für alle Waren, Dienstleistungen und Friedhofsgebühren im Endpreis enthalten sind.“ Zu einem Preis von 499 Euro erhielte der Kunde keine komplette Bestattung.