Gedenken an die Toten im Herbst

csm_grab_herbst03_a983eb70f8Gedenken an die Toten im Herbst. © Aeternitas e.V.

Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag stehen vor der Tür. Die Erinnerung an die Verstorbenen rückt nun verstärkt in das Bewusstsein. In den nächsten Wochen werden, wie jedes Jahr, viele Hinterbliebene die Gräber ihrer verstorbenen Familienmitglieder und Freunde besuchen und schmücken.

 

Insbesondere im November wird landesweit der Verstorbenen gedacht. Während die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November ihren Ursprung im katholischen Glauben haben, stammt der Totensonntag aus der evangelischen Tradition. Er liegt stets auf dem letzten Sonntag des Kirchenjahres vor dem ersten Adventssonntag. Ergänzt werden die christlichen Gedenktage durch den seit 1952 bestehenden staatlichen Volkstrauertag, der an die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus erinnern soll und eine Woche vor dem Totensonntag begangen wird. Im Vorfeld der Gedenktage des Novembers rücken die Gräber der Verstorbenen in den Mittelpunkt und werden mit herbstlichen Gestecken und Sträuße geschmückt. „Die Menschen haben im Herbst vor den Totengedenktagen ein besonderes Auge für die Pracht der Gräber und wollen diese über den Winter bewahren“, berichtet Hermann Weber, Vorsitzender der Verbraucherinitiative Aeternitas. Er rät den Grabbesitzern, die Herbst- und Winterbepflanzung bewusst zu planen und je nach Zeitbudget und Geldbeutel einfache Lösungen zu wählen. Denn „winterfeste Pflanzen können viel Arbeit ersparen“, erläutert Hermann Weber. Mit einigen winterfesten Staudenarten könne man zum Beispiel über Jahre hinaus ein schönes Grab haben, ohne die Bepflanzung auszutauschen. Im Herbst sollten Grabbesitzer darauf achten Laub und beschädigte Pflanzen zu entfernen.

 

Der Grabschmuck wird häufig mit Grablichter ergänzt. Sie sorgen in den dunklen Herbst- und Wintertagen für eine besinnliche Stimmung auf dem Friedhof. Das Grablicht hat seinen Ursprung, in Anlehnung an das Ewige Licht, in der katholischen Tradition. Hermann Weber empfiehlt, Grablichter gut zu befestigen, um sie so vor Diebstahl zu schützen. Und wenn der Winter Einzug erhalten hat, sollten auf jeden Fall Vasen und Schalen vom Grab entfernt werden, da sie vom Frost beschädigt werden können. Das Grab im Winter mit Fichten- oder Tannenzweigen abzudecken, ist angesichts der oft milden Witterung nicht immer nötig. „Bei einem warmen und milden Winter muss man sogar aufpassen, dass Bodendecker darunter nicht leiden“, bemerkt der Vorsitzende der Verbraucherinitiative Aeternitas. „Mit Zweigen und etwas Schmuck wie Zapfen oder Moos lassen sich Gräber allerdings sehr schön schmücken.“