Frühlingsboten auf dem Grab

csm_BdF_PM_Fruehjahr_3_5b33159a32Frühlingsboten auf dem Grab. © Bund der Friedhofsgärtner

Sobald der Frost den ersten Frühjahrs­sonnenstrahlen weicht, beginnt auf den Friedhöfen die Saisonbepflanzung der Gräber: Der Winterschmuck wird entfernt und macht Platz für die blühenden Frühlingsboten wie Tulpen und Tausendschön, Hornveilchen und Hyazinthen.

 

Bei der Zusammenstellung der Pflanzen, der farblichen Abstimmung sowie der fachgerechten Bepflanzung helfen vielerorts die Friedhofsgärtner.

Zur Grabgestaltung im Frühjahr steht eine große Auswahl an Blumen und Pflanzen zur Verfügung. Auch wer im Herbst keine Frühblüher gepflanzt hat, kann die Grabstelle jetzt noch mit blühenden Zwiebelblumen schmücken. Denn Narzissen, Tulpen, Traubenhyazinthen und viele andere Zwiebelblumen sind am Ende des Winters und zu Beginn des Frühlings auch als Topfpflanzen erhältlich. Zusammen mit anderen Frühlingsblumen und immergrünen Pflanzen wie Efeu kann man die Zwiebelblumen in eine Schale pflanzen und auf das Grab stellen. Sie können aber auch auf dem Friedhof direkt eingesetzt werden und blühen dort oft im nächsten Jahr erneut. Für eine gute Farbwirkung pflanzt man die Frühlingsboten am besten als kleine Gruppe oder zwischen Bodendecker, wo sie mit ihren farbigen Blüten besonders gut zur Geltung kommen. Auch bei Bodendeckern stehen viele Varianten für die abwechslungsreiche Grabgestaltung  zur Verfügung. „Von der Zwergmispel über das Stachelnüsschen oder die Rebhuhnbeere bis hin zum robusten Efeu sind viele Kombinationen möglich“, erklärt Martin Struck, Geschäftsführer der Friedhofsgärtner Dortmund eG.

Ab dem 15. April kann man sich im Rahmen der Bundesgartenschau in Koblenz einmal anschaulich über die kreativen Möglichkeiten der Grabgestaltung informieren. Im BUGA-Ausstellungsbereich „Grabgestaltung und Denkmal“ werden die Friedhofsgärtner zeigen, dass individuelle Themen vom Fachmann sehr persönlich umgesetzt werden können – und zwar mit wechselnder Bepflanzung passend zu jeder Jahreszeit.