Erfolgreiche Eigenwerbung

Als Bestatter für seine Leistungen zu werben, ist nicht einfach: Einerseits muss die Werbung so auffällig sein, dass sie wahrgenommen wird – andererseits darf sie aber nicht pietätlos wirken.

 

Je provokanter Werbung ist, umso eher wird sie bemerkt. Gerade für Bestattungsunternehmen birgt das jedoch eine Gefahr. Denn wenn Bestatter aufmerksamkeitsstark werben, besteht schnell die Gefahr, dass kritische Stimmen die Werbung als pietätlos bezeichnen. So geschehen Anfang des Jahres in Rüsselsheim: Ein ortsansässiges Bestattungsunternehmen warb auf der Rückseite eines Parkscheins für seine Dienste. Die Werbung an sich wäre vermutlich nicht als verwerflich angesehen worden – hätte sich der Parkautomat nicht direkt in der Nähe eines Krankenhauses befunden. Die Lokalzeitung berichtete über den Vorfall, sowohl das Beerdigungsinstitut als auch die für den Aufdruck zuständige Firma wurden um Stellungnahmen gebeten.

 

Positives Beispiel

Dass Bestattungswerbung auch positive Resonanz erzeugen kann, zeigt jetzt das Beispiel einer ungewöhnlichen Kooperation in Österreich. Bereits seit mehren Jahren sponsert ein Beerdigungsinstitut in Gratkorn den ortsansässigen Fußballverein. Seit Anfang des Jahres trägt der Fußball-Zweitligist zusätzlich den Namen des Bestatters. Das Ziel der außergewöhnlichen Verbindung: Der Bestatter möchte den Menschen die Angst vor dem Thema Tod nehmen.