Eine kleine Geschichte der Tierbestattung

Gemeinschaftsgrab auf dem Necropolis Cristobal Colon in HAvanna/Kuba mit der Inschrift "Treu bis in den Tod" (Bild © tupungato/istockphoto)Gemeinschaftsgrab auf dem Necropolis Cristobal Colon in HAvanna/Kuba mit der Inschrift "Treu bis in den Tod" (Bild © tupungato/istockphoto)

Schon vor 10.000 – 12.000 Jahren gab es rituelle Tierbestattungen in Israel und auf Zypern. Im alten Ägypten wurden heilige Tiere einbalsamiert und beigesetzt. Im Mittelalter haben die Stammesfürsten ihre Pferde und Hunde mit ins Grab genommen. Später setzten die Fürsten in erster Linie ihren Hunden Monumente. Am bekanntesten dürfte das Grab der Windspiele von Friedrich II., dem „Alten Fritz“, am Schloß Sanssouci in Potsdam sein.

 

Mit der Einrichtung des Cimetière des Chiens 1899 in Paris beginnt die Neuzeit der Tierbestattung. Auf diesem ältesten Tierfriedhof Europas haben wohlhabende Menschen ihre Schoßhündchen bestattet. Es gibt aber auch Monumente für international bekannte Hunde, wie Barry, dem Berhardiner, der als Lawinenhund 40 Menschen rettete oder Rin Tin Tin, dem Star einiger Hollywoodfilme.

 

In Deutschland begann die Tierbestattung mit Tierheimen, die kleine Friedhöfe anlegten. Zahlreiche Privatinitiativen zogen nach, bis vor fast 40 Jahren mit der „Tiertrauer München“ das erste deutsche Tierkrematorium in München eröffnet wurde. Inzwischen gibt es bundesweit fast 30 Krematorien und rund 130 Tierfriedhöfe. Mit der Anzahl der Krematorien und Tierfriedhöfe stieg auch die Zahl der Tierbestatter auf mittlerweile rund 180. Einen dementsprechenden Zulauf erfährt auch die Industrie rund um die Tierbestattung. Der jährliche Umsatz rund um die Tierbestattung wird auf 16 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

 

Quelle: www.tierbestatter-bundesverband.de