Orientierung, Ideen und Inspirationen
Gut 25 Jahre nach der Einweihung ihres ersten Bestattungswalds eröffnete die FriedWald GmbH im Juli ihren 100. Standort. In den vergangenen Jahren hat sich die Bestattung im Wald weiterentwickelt und richtet sich immer stärker am Bedarf der Vorsorgenden und Angehörigen aus. Geschäftsführer Michael Bachmann erläutert, wie wichtig in diesem Zusammenhang eine reibungslose Zusammenarbeit mit Bestatterinnen und Bestattern ist und wie sein Unternehmen Bestattungshäuser unterstützt.
Welche Rolle spielt FriedWald für Bestattungshäuser?
Wir sehen uns als Partner bei der Begleitung der Angehörigen und der Beisetzung. Die Gestaltung der Zeremonie bleibt beim Bestatter oder bei den Hinterbliebenen. Darum ist es wichtig, dass Abläufe gut ineinandergreifen. Wir arbeiten jährlich mit rund 3.000 Betrieben zusammen; ein Großteil davon hat jedoch nur wenige Beisetzungen im Jahr und nicht alle Bestatter sind bei der Beisetzung im FriedWald anwesend. Ihnen geben wir mit Online- und Präsenz-Formaten Sicherheit und Orientierung, beispielsweise durch unsere Webinare. Unsere Beratungsbroschüre bietet einen umfassenden Überblick über Möglichkeiten rund um die Waldbestattung – von Abläufen über Anregungen für Rituale bis hin zu Ausstattungsdetails. Auch praktische Unterstützung wie Ausfüllhilfen für Formulare, regelmäßige Newsletter oder digitale Tools, etwa zur Prüfung von Urnenzulassungen, gehört dazu.
Wie unterstützen Sie Bestatter dabei, ihre Kunden über die Möglichkeit der Waldbestattung zu informieren?
Beispielsweise mit Kooperationsanzeigen in Tageszeitungen, gemeinsamen Veranstaltungen oder Vorsorgefahrten, bei denen Bestatter ihre Kunden begleiten und unser Konzept vor Ort erlebbar machen. POS-Materialien reichen von Flyern und Broschüren über Aufsteller bis hin zu Ideen für die Gestaltung von Schaufenstern oder sogar ganzen Themenbereichen im Bestattungshaus. Ziel ist es, den Bestattern zu helfen, das Thema Waldbestattung verständlich und ansprechend zu präsentieren und in ihre Beratung zu integrieren.
Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es für Angehörige bei bzw. vor einer Beisetzung im FriedWald?
Angehörige genießen viele Freiheiten und können Zeremonien sehr persönlich gestalten – sei es mit Live-Musik, mit besonderen Ritualen oder auch mit individuellen Elementen, religiösen Handlungen oder kreativen Ideen, wie Fotos oder Bilder in den Bäumen oder einem gemeinsamen Umtrunk. Wir hatten auch schon einmal ein Pferd am Abschiedsplatz oder Motorräder.
Auch zeitlich gibt es weniger Beschränkungen als auf dem klassischen Friedhof. Da bei uns keine Blumen oder Gegenstände an der Grabstelle niedergelegt werden dürfen, nehmen Menschen häufig etwas aus dem Wald mit, zum Beispiel ein Blatt. Dies legen sie zuhause vor das Erinnerungsfoto und tauschen es nach dem nächsten Besuch durch ein frisches aus.
