Einprägsamer Trauerdruck - Print mit Persönlichkeit

Als Senior Art Directorin sammelte Anne-Christina Düwel seit 2011 viele Erfahrungen in Printmedien. Als 2024 ihr Vater starb und sie Trauerkarten auswählen sollte, empfand sie die ihr präsentierten Kataloge und Produkte als unpersönlich, unpassend und lieblos für einen nahestehenden Menschen. Für sie führte der einzige Weg zum passenden Trauerdruck damals wie heute über ihren eigenen Schreibtisch: Unter ihrer Marke Herz zu Papier gestaltet sie individuelle Trauer-Papeterie, digitale Trauerkarten und passende Urnen.

„Jeder Mensch ist einzigartig. Warum sollte sich das nicht auch in der Gestaltung des letzten Zuhauses und der letzten Karte wiederfinden?“, fragt Christina. „Neben einer ausgedruckten Rede ist die Trauerkarte das Einzige, das man von einer Trauerfeier behalten kann.“ Für die Gestaltung von Karten und Urnen hat sie vor einem Jahr ein Portfolio und eine Website aufgebaut. Der unverhoffte Durchbruch kam nach einem Post über LinkedIn, in dem sie ihre Geschichte teilte und über 1.000 Reactions und Kommentare bekam.

Bestatter, die etwas Besonderes anbieten wollen

Heute kooperiert Herz zu Papier mit Bestattungshäusern, die es schätzen, ihren Kundinnen und Kunden etwas Besonderes anbieten zu können. „Bestatter stoßen bei der Gestaltung inhouse oft an ihre Kapazitätsgrenzen, wenn es sehr speziell wird und die Gestaltung mit vielen Fragen und Zuhören verbunden ist“, sagt Christina, die dies als essenziellen Teil ihrer Arbeit ansieht. „Bestatterinnen und Bestatter müssen nicht alles selbst können. Die Angehörigen sind froh, wenn man ihnen eine Alternative anbietet und ihre Wünsche erfüllt werden. Am Ende fällt dies positiv auf das Bestattungshaus zurück.“

Bestickt, gesteckt, graviert

Erst kürzlich hatte sie einen ganz besonderen Auftrag: Trauerdruck und die passende Urne für Ilse. Die ältere Dame hat gerne gestickt und liebte Blumen. Kurzerhand bestickte Christina eine Urnfold-Papierurne und gestaltete korrespondierende Karten dazu – als eine Hommage an Ilse. Ebenfalls zusammen mit David Baltus von Der bunte Tod entstand eine Holzurne mit einem umlaufenden graviertem Text. Die Idee ist übertragbar auf einen Brief- oder Romantext, ein Zitat oder letzten Botschaften. Für eine Farvel-Urne entwickelte Christina Zettelchen, auf die die Trauergäste letzte Botschaften schreiben und sie, gefaltet zu einem Schmetterling, in die Lamellen der Urne stecken konnten.

Standard mit individueller Note

Für weniger spezielle Fälle arbeitet Herz zu Papier mit Standardmotiven, die sich individualisieren lassen. Inklusive ist beispielsweise eine kleine symbolische Illustration. Ob veredeln oder verstärken – Christina kennt sich aus mit Material und Druckereien.

https://www.herzzupapier.de

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