Anspruchsvolle Friedhofstechnik

Bodenschonend, langlebig, zukunftsfähig

1975 im bayrischen Dorfen gegründet, ist die Kiefer GmbH seit  einigen Jahren Teil der österreichischen REFORM-Gruppe. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft Spezialfahrzeuge für die Kommunal- und Friedhofstechnik wie die Produkte Boki und Boki Bagger. Ein Interview mit Harry Sancu, Projektmanager Bayern, Sachsen und Thüringen.

Ihr Unternehmen ist seit Jahrzehnten im Bereich Friedhofstechnik aktiv. Was zeichnet Ihre Geräte besonders aus?
Unsere Maschinen sind sehr langlebig. Es gibt Geräte, die noch nach 20 oder 30 Jahren im Einsatz sind. Das spricht für die Qualität, bedeutet aber gleichzeitig auch, dass Ersatzbeschaffungen seltener werden. Die Grundidee unserer Friedhofsbagger hat sich seit ihrer Entwicklung vor rund 50 Jahren kaum verändert: Sie wurden speziell für den Einsatz auf Friedhöfen konzipiert – also für enge Wege, sensible Böden und präzises Arbeiten. Entscheidend ist vor allem die Bodenschonung. Unsere Geräte arbeiten auf Rädern statt auf Ketten, wodurch Rasenflächen und Wege deutlich weniger beschädigt werden. Zu den Besonderheiten unserer Maschinen gehören außerdem spezielle Stützsysteme oder ein eigens entwickelter Greifer, der sich beim Schließen verjüngt, sodass er die Grabwände nicht beschädigt. Hinzu kommen technische Lösungen wie Allradantrieb für schwieriges Gelände, ein Niveauausgleich zur Reduzierung der Umsturzgefahr sowie unterschiedliche Bedienkonzepte.

Wie hat sich der Markt für Friedhofstechnik in den letzten Jahren verändert?
Ein zentraler Trend ist der deutliche Rückgang der Erdbestattungen. Das wirkt sich direkt auf die Nachfrage nach Friedhofsbaggern aus. Gleichzeitig hat sich die Kundenstruktur verändert. Je nach Region übernehmen entweder Kommunen selbst das Ausheben der Gräber oder private Dienstleister bzw. Bestattungsunternehmen. Ein wichtiges Thema ist der Wunsch nach pflegefreien Grabformen. Wenn diese zunehmend auch für Erdbestattungen entwickelt und attraktiv werden, kann dies dazu beitragen, die Erdbestattung wieder attraktiver zu machen.

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit und E-Mobilität?
Elektrisch betriebene Geräte arbeiten emissionsfrei, sind deutlich leiser und damit besonders für sensible Einsatzorte geeignet. Wir arbeiten derzeit an einem elektrisch betriebenen Friedhofsbagger, der bereits als Prototyp vorgestellt wurde und bereits in diesem Winter an die ersten Kunden  geliefert wird. Traditionell erfolgt bei uns Entwicklung und Fertigung weitgehend im eigenen Haus. Mit der Elektromobilität hat sich das teilweise verändert, da wir hier auf spezialisierte Partner angewiesen sind – idealerweise aus der Region.

https://www.reform.at/unternehmen/kiefer

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