31.10.2018

Vom Totengräber zum Event-Manager

Wandel in der Bestattungskultur

Bad Honnef. Totengräber zu sein war früher eine ernste Sache. Die ist es im Grunde heute noch, allerdings entwickelte sich der Beruf immer mehr hin zu einem Vollzeitjob als Event-Manager. Los ging es bereits im 19. Jahrhundert: Der Handwerker wurde von Jahr zu Jahr mehr zum Dienstleister, logistische Planungen nahmen immer mehr Raum ein. Heute gibt es die Bestattung „all inclusive“, fast jeder Extrawunsch wird im Rahmen der Möglichkeiten erfüllt.

Bestatterinnen und Bestatter müssen heutzutage eine Vielzahl an Aufgaben erfüllen, die früher traditionell eher von gesellschaftlichen Institutionen wie der Kirche wahrgenommen wurden. „Ein schönes Beispiel hierfür sind Trauerreden. Während früher geistliche Vertreter damit befasst waren, sind es heute häufig private Redner oder auch der Bestatter selbst, der die Worte an die Trauergesellschaft richtet“, erklärt der Vorsitzende des Bundesverbandes Bestattungsbedarf, Jürgen Stahl. Aber auch Art und Ort der Bestattungsfeier und der Bestattung selbst werden immer individueller.

Individuell und modern oder traditionell und klassisch?
Gestorben wird immer – nur die Trauerfeier und die Bestattung selbst sind individueller als früher. „Während früher ein beeindruckender Sarg den Mittelpunkt der Bestattungsfeier darstellte, geht es heute auch darum, das Programm darum herum so individuell wie möglich vorzubereiten. Es braucht eine Trauerfeier, die das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen würdigt, eine gute Beratung hinsichtlich der Bestattungsart und ein immer offenes Ohr für die Belange der Hinterbliebenen“, bekräftigt Stahl. Dazu kommt die Bestattung selbst: Helle, moderne Räumlichkeiten mit der Lieblingsmusik des Verstorbenen und individuell ausgesuchtem Raumschmuck mit anschließender Beisetzung des aufwändig gestalteten Sarges im Freundeskreis geht ebenso, wie klassische Musik in einer traditionell ausstaffierten Trauerhalle, die anschließende Kremation im Beisein der Hinterbliebenen und die Beisetzung der Urne im Beisein eines Geistlichen. „Im ersten Fall bietet sich dann zum Beispiel ein individuell designtes Grab mit modernen Steinmetz-Arbeiten, persönlichen Gegenständen und einem Foto des Verstorbenen an oder im Fall der Urne ein klassisches Grab mit Blumen und kleinem Grabstein oder einem Kreuz mit Inschrift. Aber auch der umgekehrte Weg ist natürlich denkbar, ein modern geschmücktes Urnengrab oder ein zurückhaltend ausstaffiertes klassisches Grab“, so Stahl. All das und zunehmend auch pflegefreie Grabvarianten müsse ein Bestatter heute anbieten bzw. organisieren können und die Friedhöfe müssten dafür in Zukunft noch stärker die Voraussetzungen schaffen, damit der Bestatter diese Wünsche auch umsetzen könne. „Wenn man dann noch die vielen weiteren Möglichkeiten wie die Seebestattung, die Bestattung im Wald, anonyme Beisetzungen oder die in einigen Regionen Europas möglichen Fluss- und Bergbestattungen bedenkt, wird klar, warum ein Bestatter heute mehr denn je als Event-Manager unterwegs ist. Man darf tatsächlich gespannt sein, in welche Richtung sich das in Zukunft weiter entwickeln wird und welche Innovationen unsere Branche aufgrund dieser Entwicklungen noch hervorbringt.“ (DS)

Bild: Die Bestattungskultur wandelt sich zunehmend. Foto: G. Stoverock

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