Ruhe sanft im Diamant

Wie Phönix aus der Asche. Vom Rohkristall zum facettierten Edelstein. (Bild: ALGORDANZA)Wie Phönix aus der Asche. Vom Rohkristall zum facettierten Edelstein. (Bild: ALGORDANZA)

Die Diamantbestattung ist eine außergewöhnliche Alternative oder Ergänzung zur traditionellen Beisetzung. Als Erinnerungsstück kann der Diamant beispielsweise in einer Schatulle neben einem Portraitfoto aufbewahrt oder in einem (Ehe)Ring oder Anhänger gefasst werden. Der Erinnerungsdiamant teilt seine chemischen wie auch physikalischen Eigenschaften wie beispielsweise den Härtegrad mit natürlichen Diamanten. Zur Herstellung bildet die Firma Algordanza aus der Schweiz die natürlichen Wachstumsbedingungen nach. Innerhalb von fünf bis acht Monaten passiert in der Schweiz das, was über Jahrtausende wächst: Der in der Kremationsasche enthaltene Kohlenstoff wird im Labor isoliert und dient als Basis für das Diamantwachstum nach dem Vorbild der Natur. Ein Zertifikat bestätigt Echtheit, Größe, Schliff und Farbe des Diamanten, ebenso die garantierte Herstellung des Diamanten ausschließlich aus der übergebenen Asche.

 

Steigt die Nachfrage nach Erinnerungsdiamanten, kann man von einem Trend sprechen?

Ja, die Nachfrage nach Erinnerungsdiamanten ist über die Jahre kontinuierlich gestiegen. Heute stellen wir im Jahr rund 1000 Erinnerungsdiamanten für Hinterbliebene her. Wir sind in über 33 Ländern tätig. Familien aus vielen verschiedenen Kulturen, Religionen und Vermögensverhältnissen entscheiden sich für den Erinnerungsdiamanten. Zwar macht die Diamantbestattung auch nach 13 Jahren im deutschen Markt einen sehr kleinen Anteil aus, jedoch wird zunehmend nach Alternativen oder aber auch nach einer Ergänzung zu den traditionellen Bestattungsformen gesucht.

 

Wie offen sind die Deutschen allgemein für eine Diamantbestattung?

Das Ergebnis einer bundesweiten EMNID-Umfrage  zeigt, dass eine Mehrheit der Befragten (63%) die Diamantbestattung akzeptiert. Mehr als 70% sind der Meinung, dass Angehörige den Erinnerungsdiamanten bei sich tragen oder zu Hause aufbewahren dürfen sollen. Auch sind drei Viertel der Befragten der Meinung, dass der Erinnerungsdiamant und dessen Herstellung weder die Würde noch die Totenruhe eines Verstorbenen verletzt.

 

Wie viel Asche wird benötigt und was passiert mit der restlichen Asche?
Bei der Kremierung eines erwachsenen Menschen entstehen durchschnittlich ca. 2.500 Gramm Asche. Wir benötigen mindestens 500 Gramm Asche zur Herstellung eines oder mehrerer Diamanten. Wenn keine Grabstelle gewünscht ist, kann das komplette Aschevolumen so lange im Herstellungsprozess belassen werden, bis die Asche vollständig transformiert ist. Der restliche Ascheanteil, der nicht zur Herstellung verwendet werden soll, kann entweder an das jeweilige Bestattungsinstitut zwecks Urnenbeisetzung im Heimatort zurückgeführt werden oder persönlich in Domat/Ems übergeben werden. Eine Aufbewahrung der Urne bzw. der Kremationsasche zu Hause ist nach deutschen Bestattungsgesetzen nicht möglich.

 

Gibt es in den Bestattungsgesetzen eine Rechtsgrundlage, dass Erinnerungsdiamanten beigesetzt werden müssen?

Nein, die prozessbedingte Umwandlung der Asche führt dazu, dass keine bestattungspflichtige Asche mehr vorliegt, sondern ein rein aus Kohlenstoff bestehender Erinnerungsdiamant. Zusätzlich spielt hier eine Rolle, dass der Herstellungsprozess – also die Transformation der Kremationsasche in einen Diamanten – unter Geltung Schweizer Rechts stattfindet. Nach einer Kremation in Deutschland, wird die Asche von Algordanza angefordert und vom Krematorium in die Schweiz versendet. Sobald die Kremationsasche die Grenze überschreitet unterliegt diese dem Schweizerischen Bestattungsgesetz. Auf diesem Weg handeln die Bestatter und auch die Angehörigen gesetzeskonform und es besteht kein rechtliches Risiko.

Weiterführende Links:
www.algordanza.com